Die Sims - Q.D.-Editionvon Leimbacher-Mario | Permalink |
„Vertiginous“ lässt die frühen 00er wieder aufleben und zwei (animierte) Männer damit hadern, dass ihre quadratische, pixelige, unscharfe, teils unlogische und verbuggte Welt womöglich nicht die reale sein könnte… Zwischen PS2 und Psychobrei Wieder mal eine richtig coole Idee von Dupieux, der aus solchen kleinen Aufhängern und Bierdeckelpitchs immer irgendwie halbwegs einen unterhaltsamen und surrealen Langfilm zimmert. Und „Vertiginous“ ist dafür ein weiterer Beweis. Kurz, knapp, knuffig. Bugs und Glitche, zwischen CJ und Neo, Psychologie und Existenzängsten, bizarrer Humor und Männerfreundschaft. Alles ein putziges Potpourri der Kurzweil, Kumpelhaftigkeit und Komik. Und am Ende doch eben nur dieses eine Ding, diese eine Idee, dieser eine Catch, dieser eine Brainfart … dem, wenn's wirklich drauf ankommt, die Luft ausgeht. Dann lässt Dupieux das frech und ungeniert auslaufen. Nach knapp über einer Stunde. Kann man machen. Kann man mögen. Kann man aber auch als nur angedacht ansehen. Und kann ich daher in letzter Konsequenz nicht vollumfänglich feiern. Trotzdem mehr als passabel und teils genial. Teils macht der Film aber eben auch den polnischen Abgang… Surreale Spiegel der Seelen Fazit: Locker-lustiges Gedankenspiel vom Meister des Abstrusen. Drückt visuell und psychologisch natürlich bei meinen Jahrgängen, die mit „Matrix“ und PS1/2 groß geworden sind, sehr viele richtige, wichtige und witzige Knöpfe. Aber irgendwie für mich am Ende trotzdem wieder mal „nur“ eine Stil- und Fingerübung von Dupieux. Die so aber eben nur er kann und durchzieht. Daher trotzdem lockerflockig gut! | |
sah diesen Film im Residenz, Köln | 13.09.2026, 01:05 |
Quentin Dupieuxs THE SIMS 4Dvon Herr_Kees | Permalink |
Mit Monsieur Dupieux ist es immer so eine Sache: Manche seiner Filme laufen vor absurden Einfällen nur so über und andere quetschen eine einzelne Idee aus, bis nichts mehr kommt. LE VERTIGE gehört klar in die zweite Kategorie. Jackie nimmt seinen besten Kumpel ins Vertrauen: Die ganze Welt sei nur eine Simulation und er könne es beweisen. Der offensichtliche Gag daran ist natürlich, dass sowohl Jackie und Bruno als auch ihre gesamte Umgebung in Form einer späten 90er-, bzw. frühen 00er-Jahre-Computeranimation dargestellt werden. Jackies 265 Punkte umfassende Liste an „Beweisen“ ist dann auch eine Auflistung typischer Glitches und Bugs früher PC- und Playstation-Spiele wie feststeckende Figuren, unvollständige Personen und irrealer Fehler wie der Aufzug, der auf jedem Stockwerk gleichzeitig vorhanden ist. Für Gamer ein Fest. Die Umsetzung in der entsprechenden Retro-Optik ist tatsächlich sehr liebevoll gemacht, mit ihrer klobigen Grafik und all ihren Unperfektheiten. Allerdings ist dieser Witz dann doch bald auserzählt und die Meta-Ebene mit ihren Seinsreflektionen à la MATRIX und dem offensichtlichen Applebashing im Finale ist nun auch nicht gerade abendfüllend. Und so stellen sich doch tatsächlich selbst bei nur 67 Minuten ein paar Längen ein. Trotzdem ein weiteres sehenswertes Filmexperiment von Monsieur Dupieux. | |
sah diesen Film im Gloria 2, Stuttgart | 13.09.2026, 11:16 |
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