crazy

The Whisper

There’s something out there and it’s coming to get us

von D.S.
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Um aus der Reichweite ihres unkontrolliert gewalttätigen Vaters zu gelangen, zieht Lucia mit ihrem kleinen Bruder Adrián in das entlegene alte Haus ihrer verstorbenen Mutter, das tief im Wald liegt. Schnell muss sie jedoch feststellen, dass in unmittelbarer Nachbarschaft eine brutale Gang operiert, die Snuff-Videos produziert und dafür beständig Nachschub an möglichst unschuldigen, hilflosen Opfern benötigt. Glücklicherweise hat Adrián von seinem Vater eine ganz besondere Gabe geerbt …

Der neue Film des Uruguayers Gustavo Hernández (THE SILENT HOUSE, FFF 2010) ist eine twistreiche, unvorhersehbar zwischen Genres pendelnde Mischung aus (Home Invasion) Thriller und blutigem übernatürlichen Horror. Er besticht vor allem durch seine unglaublich spannungsvolle Inszenierung von engen, geschlossenen Räumen, die immer wieder in enorm effektiven Schocks mündet. Je weniger man über den Plot weiß, desto besser: Zu einem großen Teil lebt EL SUSURRO nämlich auch von seinen Überraschungen. 7 von 10 Punkten.
D.S.

21.03.2026, 18:42


Das Flüstern im Walde

von Leimbacher-Mario
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Der südamerikanische „The Whisper“ schlägt einige Haken, stolpert manchmal über die eigenen Füße und verblüfft doch am ehesten noch mit seiner Unberechenbarkeit, wenn ein Geschwisterpaar auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Vater auf einen Snufffilmring trifft…

Flucht vor sich selbst

Auf dem Papier klingt das wie der perfekte Rausschmeißer nach einem langen Festivaltag. In Wahrheit ist „The Whisper“ aber eine unterbelichtete, grau-monotone Masse ohne echten Esprit oder anhaltende Spannung. Und das trotz eines eiskalten Kniffs und Wendepunkt, den man so nicht kommen sieht. Und trotzdem hat mich „The Whisper“ echt fast eingeschläfert statt aufgeweckt. Ich hätte einen Schrei gebraucht statt einem Flüstern. Und da spielt es kaum eine Rolle, was er noch für Haken schlägt, wenn er diese ausleuchtet, als ob man nur mal eben drei Lampen im Baumarkt besorgt hat und all seine Masken, Effekte und Kreaturen damit kaschiert, verschenkt und vergeudet. Das macht „The Whisper“ fast sogar noch ärgerlich zusätzlich zu seiner Lahmheit und seiner dunklen Hässlichkeit. Durch eine einfühlsame Schwester-Bruder-Beziehung, frische Gesichter und einer knackigen Laufzeit ist's am Ende halb so wild. Er tut nicht weh. Aber im Sonderpostenregal wird er in Zukunft zwischen „Daybreakers“, „Abigail“ und Co. kaum Welle machen. Jackson ist aber immerhin doch wohl der coolste Kater!

Fazit: Mal flüstert's, mal beißt's, mal sieht man nix, mal sieht man wenig… „The Whisper“ ist Horrorgrabbeltischware aus Südamerika mit leichtem Exotenbonus, aber noch eher mit technischen Unzulänglichkeiten und echt wenig Höhepunkten. Aber immerhin einem lässigen Kater und einem überraschenden Kniff - der dann aber auch wieder nur spärlich genutzt wird…
Leimbacher-Mario
sah diesen Film im Residenz, Köln

19.04.2026, 02:53




Alle Bewertungen im Überblick:
D.S.
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TokTokTok
Dvdscot
MrRossi
Mercy-Sky
Torsten Ketelsen
Hondo
cthulhu314
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