crazy

Out of the Blue

Die Vertreibung aus dem Paradies

von Alexander
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Ein malerisches und verschlafenes, kleines Küstenkaff in Neu Seeland. Kinder spielen mit ihrem Hund, Freunde und Nachbarn grillen gemeinsam im Garten, chillen entspannt unter der Veranda …

… und ein psychisch auffälliger und paranoider Eigenbrötler mit einer Aggressionsstörung greift zur Waffe.

Der Film wurde nach einer leider wahren Begebenheit gedreht und legt seinen Fokus zum einen auf den bis an die Zähne bewaffneten Amokläufer David Gray, zum anderen auf die diesem Mann nahezu Schutzlos ausgelieferten Bürger, die in kaum Sicherheit bietenden, sehr einfachen Behausungen, 24 Stunden der Angst durchleben müssen, oder grausam abgeknallt werden.

Es dauert eine qualvoll lange Zeit, bis die überforderten „Dorfpolizisten“, die bislang kaum ein schwereres Delikt aufzuklären hatten, als ein paar geklaute Stücke Damenwäsche, begreifen, was eigentlich los ist.

Inszenatorisch ist der Film extrem kraftvoll und bildet den Schrecken genau so kühl und unfassbar ab, wie er seinerzeit wohl vorgefallen ist. Der Film verzichtet auf unnötige Action oder zu viel dramatischen Pathos, und erzählt seine Geschichte einfach nur auf eine verstörend ruhige Art, die einem an die Nieren geht.

Die Ruhe davor, den Terror selbst, und die furchtbare Stille danach.

Wirkt lange nach und kann einen unmöglich kalt lassen, dazu müsste man schon sehr abgebrüht und empathielos sein. Ich hatte eine Gänsehaus und einen Kloß im Hals.

Ein Film den man sehen sollte, aber ein mal reicht mir dann auch. Trotzdem bin ich sehr dankbar dafür „Out of the Blue“, 20 Jahre nachdem er auf dem FFF lief, nunmehr endlich nachgeholt zu haben.
Alexander

10.10.2026, 15:42



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